Dantalion – Where Fear Is Born

Dantalion – Where Fear Is BornDie aus dem spanischen Galicien stammenden DANTALION präsentieren auf ihrem fünften Album nicht nur ein neues Logo sondern zeigen sich auch musikalisch erneuert. Die Veränderungen zeichneten sich zwar schon auf dem Vorgänger „Return To Deep Lethargy“ ab, doch war es bis vor zwei Jahren vor allem Black Metal, den DANTALION spielten. Nun ist mit „Where Fear Is Born“ das neue Werk erschienen und man spielt melancholischen Death Doom Metal.

Melodien und eine dezente Melancholie waren bei DANTALION immer schon ein Thema, doch erst vor zwei Jahren deutete sich die Veränderung an, die nun im sechsten Album mündet. Vom einstigen Black Metal, der gerne auch durch Schnelligkeit, Kälte und Grimmigkeit bestach, lässt sich nun nichts mehr wiederfinden. Stattdessen zelebrieren die Galicier düsteren Death Doom Metal, der schwermütige Melodien, atmosphärische Passagen und Klargesänge miteinander verbindet. Über allem liegt aber eine latente Schwermut, ganz gleich wie DANTALION gerade aufspielen. Das melodische Moment ist recht hoch, häufig gibt es an den Gitarren melodische Läufe und auch Soli zu hören, welche dem Ganzen einen sehr atmosphärischen Anstrich verleihen. Dann und wann wird es auch mal etwas härter und bebende Death Metal Riffs erklingen, doch die Stärken liegen ganz klar im melodischen und melancholischen Doom.

Ich muss gestehen, dass mich DANTALION mit dieser Entwicklung doch überraschten. Ich verfolge die Band seit ihrem 2006 erschienenem Debütalbum „When The Ravens Fly Over Me“ und es gelang ihnen immer mich zu überzeugen. Besonders gelungen empfand ich das 2012er Werk „Return To Deep Lethargy“, wo mir gerade die Verbindung von melancholischer Atmosphäre und Black Metal gut gefiel. Die melancholische Atmosphäre ist geblieben, der Black Metal hingegen vergangen. Das neue Album ist nicht schlecht, DANTALION werden sicherlich viele neue Hörer gewinnen können, doch mir ist das Album insgesamt etwas zu atmosphärisch und melodisch ausgefallen. Mir fehlen die grimmigen und teils auch rohen Elemente der Vorgänger. Der neuen Scheibe ermangelt es somit etwas an Schärfe und Kontrast. Gut gespielt ist es allemal, es gibt schöne Melodien und die Atmosphäre ist durchgängig schwermütig, so weit, so gut. Doch in der letzten Konsequenz vermisse ich etwas Besonderes.

Dantalion – Where Fear Is Born
2014 | Sleaszy Rider Records
CD | Death/Doom Metal

1. Revenge In The Cold Night
2. Raven’s Dawn
3. Lost In And Old Memory
4. The Tree Of The Shadows
5. Nightmare
6. Listening To The Suffering Of Wind
7. Black Blood, Red Sky

https://www.facebook.com/dantalion.metalband
https://dantalion.bandcamp.com/
http://www.sleaszyrider.com/

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