Fotocrime – Always Night

Fotocrime - Always NightBereits auf dem letzten COLISEUM-Album waren Einflüsse von Wave und den Achtzigern zu hören. Nun gibt es vom COLISEUM-Gründer Ryan Patterson eine neue Band: FOTOCRIME. Hier widmet er sich eben jener Ära und seit kurzem ist das erste Album „Always Night“ draußen.

Das Album hört und fühlt sich total nach den Achtzigern an. Pattersons lakonischer Gesang passt zum Wave der Achtziger wie die berüchtigte Faust aufs Auge. „Always Night“ ist eine schöne Mischung aus Postpunk und Darkwave. Mal stehen die Gitarren im Vordergrund, mal steht das Elektronische im Mittelpunkt.

Ganz neu ist „Always Night“ nicht. Im Frühling veröffentlichten FOTOCRIME die 7“-EP „Always Hell“ mit drei Liedern, die sich auch auf „Always Night“ wiederfinden. Der Rausschmeißer „Tectonic Shift“ ist auf dem aktuellen Album allerdings ein Remix von Ben Chisholm, der für seine Zusammenarbeit mit Chelsea Wolfe bekannt ist.

Mir gefällt „Always Night“ gerade des Gesanges wegen. Pattersons Stimmfarbe und die Art wie er singt sind etwas speziell. Seine Stimme ist recht tief und manchmal eigenwillig in der Melodik, was mich stellenweise an Peter Steele denken lässt. Ich würde nicht so weit gehen, beide Sänger miteinander vergleichen wollen, aber das Tiefe und Sonderbare sind zwei Attribute, die man beiden definitiv zuschreiben kann.

Fotocrime
Foto: Nick Shaw

„Always Night“ ist eine gute Platte, wenn man mal wie Marty McFly zurück in die Achtziger möchte. Ich empfinde das Album als absolut authentisch und unprätentiös. FOTOCRIME verzichten auf große Effekte und setzen stattdessen auf einen unverfälschten Sound, den sie für sich selbst sprechen lassen. Außerdem passt die Platte hervorragend zur Serie „Stranger Things“, die ich gerade am sehen bin.

Fotocrime – Always Night
03.03.17 | Postpunk, Darkwave
Vinyl, CD, Digital | Karisma Records

1. Duplicate Days
2. At Play In The Night Tide
3. The Trance Of Love
4. Always Hell
5. Plate Glass Eyes
6. Tectonic Shift (Continental Mix)

R/Pattern – Gesang, Gitarren, Bass, Synthesizers, Programmierung
Nick Thieneman – Gitarren, Gesang
Shelley Anderson – Bass, Gesang
Mother – Schlagzeug

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