ICSIS – Pierre Vide Eau

ICSIS - Pierre Vide EauObwohl ICSIS bereits 2006 gegründet wurde stehen nur zwei Alben in der Diskographie der französischen Noise Rocker. Erst 2013 erschien mit „Fuckiss“ das Debütalbum und nun legt das Trio mit „Pierre Vida Eau“ nach. Es soll ein Konzeptalbum sein, auf dem Kampfstile und Figuren des Kung Fu in chinesischer und französischer Sprache besungen werden. Nicht nur die Themenwahl mutet sonderbar an, auch die Musik erweist sich als kurios und hochgradig experimentell.

Die Musik ließe sich grob als experimenteller Gitarren-Noise-Rock mit sporadischen elektronischen Einsprengseln umschreiben. Doch damit wird man der anarchisch und skurril anmutenden Musik nur unzureichend gerecht.

ICSIS sind laut und wild. Das Schlagzeug produziert abgehackte und stotternde Rhythmen während die Gesänge jeglichen Anflug von Harmonie mit ihrem Dreiklang vereiteln. Alle drei Musiker singen, mal als Solist, mal gemeinsam, selten harmonisch und wohlklingend. Dies liegt nicht am Unvermögen singen zu können sondern an der bewussten Stimmenakrobatik, die schon mal Geröchel, wie man ihn aus Death Metal du Grind kennt, oder hohes Kreischen à la Nina Hagen hervorbringt.

Icsis (Band)
© Aurélie Cheneau

Die drei Franzosen toben sich aus, sind anarchisch, frech und punkig – dabei aber auch immer schwer zugänglich und laut. Ich empfinde das Album als zu anstrengend, mir ist viel zu viel los. Es ist ein seltsames, skurriles und forderndes Werk voller Sprunghaftigkeit, Krach und Energie. Wer so etwas mag, darf gerne zugreifen.

ICSIS – Pierre Vida Eau
2016 | Experimental Noise Rock
Digital / CD | Atypeek Music

1. Dark Matter
2. Birth
3. Hè (grue)
4. Hŭ (tigre)
5. Bào (léopard)
6. Shé (serpent)
7. Lóng (dragon)
8. Death

https://www.facebook.com/icsismusic | https://icsis.bandcamp.com/
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