Klone – Here Comes The Sun

Klone - Here Comes The SunDie mir bisher unbekannte französische Band KLONE durchmachte einen überaus interessanten Entwicklungsverlauf. Immerhin existiert die Gruppe bereits seit den 90igern und mit „Here Comes The Sun“ ist vor wenigen Tagen das sechste Studioalbum erschienen. In der Vorbereitung auf diese Kritik habe ich mal in die älteren Werke reingehört und musste mit Staunen feststellen, dass sich KLONE wahrlich einer Metamorphose unterzogen. Auf dem 2008er Album „All Seeing Eye“ spielten sie noch technischen und harten Groove Metal à la PANTERA. Im Jahr 2015 angekommen und einige Alben später, spielt man stattdessen wunderbar instrumentierten Progressive Rock, der melodisch, detailliert und verträumt ist.

Zunächst zog mich Sänger Yann Ligner in den Bann, da er eine unglaublich sonore Stimme besitzt, die mich an den jungen David Gilmour aber auch an Niko Knappe von DARK SUNS erinnert. Doch es ist nicht nur sein angenehmer und wohlklingender Gesang, der mich berührt, auch der instrumentale Unterbau besticht durch Tiefe und eine wohldosierte Vielschichtigkeit. KLONE verstehen es nämlich exzellent, leise, sanft und liebevoll aber wenn nötig auch laut, hart und mit Nachdruck zu spielen. Die metallische Herkunft wird immer wieder mal spürbar und dann fühle ich mich an Gruppen wie OPETH, KATATONIA oder auch die bereits erwähnten DARK SUNS erinnert.

„Here Comes The Sun“ ist ein verdammt tiefgreifendes und facettenreiches Album. Besonders ansprechend empfinde ich KLONE, wenn sie etwas ruhiger spielen, wenn sanfte Melodien und leise Töne in den Vordergrund treten. In dieser Hinsicht ist das Lied „The Drifter“ eine wahre Offenbarung. Es ist faszinierend und wunderschön den behutsamen Melodien, ja den regelrecht liebevollen Riffs zu lauschen. Sowohl die Gitarren als auch der Bass zaubern wirkungsmächtige Harmonien. Jeder Anschlag an der Saite sitzt perfekt, jeder Ton enthält verführerischen Gänsehautcharakter.

KLONE konnten mich mit „Here Comes The Sun“ verzücken. Es ist ein unglaublich gutes und atmosphärisch dichtes Album, welches in jeglicher Hinsicht überzeugt. Das Songwriting ist extrem detailliert und vielschichtig, die Umsetzung ist hervorragend und die immer ein wenig wehmütige aber zugleich auch hoffnungsvolle und freundliche Atmosphäre ist fesselnd und intensiv. Trotz der immensen Vielschichtigkeit ist das Album aber keineswegs überladen. Es ist von bestechender Klarheit, besitzt aber Kontraste und Spannungsbögen. Wer sich die Scheibe entgehen lässt, dem kann man nicht mehr helfen.

Klone – Here Comes The Sun
2015 | Progressive Rock
CD / Vinyl / Digital | Pelagic Records

1. Immersion
2. Fog
3. Gone Up In Flames
4. The Drifter
5. Nebulous
6. Gleaming
7. Grim Dance
8. Come Undone
9. The Last Experience
10. Summertime (George Gershwin Cover)

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