Love Sex Machine – Asexual Anger

Love Sex Machine - Asexual AngerDas lange Warten hat bald ein Ende, in wenigen Tagen wird mit „Asexual Anger“ der langersehnte Nachfolger des 2012er Debüts erscheinen. Vier Jahre und einige Besatzungsänderungen später gibt es nun mit „Asexual Anger“ die volle Dröhnung bösen und brutalen Sludges.

Wie auch schon auf dem Debüt machen LOVE SEX MACHINE aus dem nordfranzösischen Lille keine Gefangenen. Das acht Lieder starke Album ist vom ersten bis zum letzten Takt eine klanggewordene Tortur. Die Franzosen sind klanglich zwar nicht mehr ganz so rau und harsch wie noch vor vier Jahren, doch das hat an der bedingungslosen musikalischen Härte überhaupt nichts verändert.

Der markerschütternde Kreischgesang ist hochgradig aggressiv und infektiös, wer sich von diesem apokalyptischen Gebrüll nicht anstecken lässt ist entweder tot oder taub. Auch wenn der Rhythmus schleppend ist unterscheiden sich LOVE SEX MACHINE deutlich von vielen anderen Vertretern des Sludges, wie etwa PRIMITIVE MAN oder REPTILE MASTER, die mich beide zuletzt überzeugten. LOVE SEX MACHINE sind einerseits rhythmisch agiler und dynamischer, andererseits setzen sie nicht allzu sehr auf tieftönende Riffwände. Natürlich gibt es auch auf „Asexual Anger“ fette und doomige Riffs die alles niederwalzen, doch sie sind relativ rar und in Liedern wie „Black Mountain“ oder „Aujeszky“ kristallisieren sich tolle, offene Melodiestränge heraus, die zum hasserfüllten Kreischgesang einen tollen Kontrast darstellen. Darüber hinaus ist der Gitarrenklang häufig auffallend rau, grell und hoch. Während viele andere Bands auf massive Bässe und tiefe Riffs setzen, verwenden LOVE SEX MACHINE häufig das helle und grelle Kratzen der hohen Töne, was nicht weniger heftig und brutal als das tiefe Gedröhne ist. Die Franzosen geben sich so mehr Spielraum und können so ein breiteres Spektrum abdecken, was ihnen auch sehr gut gelingt, da das Album facettenreich und tiefgründig ist ohne experimentell oder überladen zu sein.

„Asexual Anger“ ist ein hartes, energisches und überaus eindringliches Album. LOVE SEX MACHINE sind böse und fies, ohne Zweifel, doch sie sind überdies auch an guten Melodien interessiert. LOVE SEX MACHINE kombinieren ihre eigene forsche Aggression geschickt mit quälender Dunkelheit und dezent platzierten, schönen Melodien. „Asexual Anger“ ist ein tolles, empfehlenswertes Album, welches sich vom Einheitsbrei klar abgrenzt und viele Nuancen von Hass und Aggressionen enthält.

Love Sex Machine – Asexual Anger
04.03.2016 | Sludge
CD | Lost Pilgrims Records
Vinyl | Throatruiner Records

1. Asexual Anger
2. Drone Syndrome
3. Black Mountain
4. Aujeszky
5. Devolution
6. Atrocity
7. Infernal Spiral
8. Silent Duck

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