Noyades – Go Fast

Noyades - Go FastDas Lyoner Trio NOYADES macht keine Gefangenen, denn anstatt einem Honig ums Maul zu schmieren, indem sie ein seichtes und verführerisches Intro voranstellen, zerlegen sie Garage und Proberaum mit dem sehr lauten und lebendigen Einstieg „Réplique“. Einfach nur toll. Und wenn man sich den Name des Albums anschaut, „Go Fast“, dann ist das doch mal eine programmatische Ansage.

NOYADES spielen auf ihrer zweiten Veröffentlichung „Go Fast“ dynamischen und lärmenden Instrumental Rock, der Noise mit Garage und Acid verbindet. Überschaubar, einfach aber ungemein wirkungsvoll. Die Arrangements sind einerseits unmittelbar, direkt und streckenweise monoton, andererseits brechen sich aber auch immer wieder fulminante Parts Bahn, in denen NOYADES förmlich zu explodieren scheinen und sich opulente oder sphärische Gitarrensoli offenbaren.

Es ist dem Trio sehr gut gelungen ein ausgewogenes Verhältnis zu bestimmen. Harmonische und melodische Parts wurden exakt auf laute und lärmende oder monotone und drückende Passagen abgestimmt. Manchmal muss man dabei an die späten Sechziger denken, woanders werde ich an Bands wie ELECTRIC MOON oder auch MINAMI DEUTSCH erinnert. Das Spektrum ist immens vielfältig und so ist „Go Fast“ letztlich auch ein Album, welches sich nicht wirklich festlegt.

Noyades
© V. Catel / T. Benveniste

Gerade diese Vielseitigkeit macht „Go Fast“ spannend und fesselnd. NOYADES können ziemlich schroff und fordernd sein, die Gitarren und das Schlagzeug formieren sich dann zu einem lautstarken, lärmenden und überaus druckvollen Wall. Aber auch sanfte Melodien und leise Arrangements sind vorhanden, wobei ich die Stärken des Trios gerade in den energiegeladenen, lauten und ruppigen Parts sehe.

„Go Fast“ hat alles was vernünftiger Instrumental Rock braucht. Insofern sollte man unbedingt beide Ohren riskieren, denn es gibt viel zu entdecken und niemand dürfte enttäuscht werden.

Noyades – Go Fast
2016 | Instrumental Rock
Digital | Atypeek Music
Vinyl / CD | S.K. Records

1. Réplique
2. Machhapuchhare
3. Bear Rider
4. No Other Grave Than The Sea
5. Sidi Abderrahman
6. Mevlana
7. Reflects

Cyril Meysson – Gitarre
Vincent Cuny – Bass
Jessy Ensenat – Schlagzeug

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http://skrecords.org/
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