Queen Elephantine – Kala

Queen Elephantine - KalaAls vor rund einem Jahr die Werkschau „Omen“ erschien, gelang es QUEEN ELEPHANTINE nicht so recht mich von ihrem Schaffen zu überzeugen. Ich empfand die Kompilation als seltsam und zugleich auch zu schlaff und ruhig. Nun ist „Kala“ veröffentlicht worden, das bereits fünften Album.

QUEEN ELEPHANTINE sind definitiv seltsam geblieben, verharrt das us-amerikanische Duo nach wie vor in einer sehr eigenartigen und experimentellen Form des Dooms. Die Kompositionen von „Kala“ sind einerseits vielgestaltig, zugleich aber auch langatmig und zäh. Was mir besonders gut gefällt ist der oftmals angeraute Gitarrenklang. Die Klangcharakteristik der Saiteninstrumente, das Kratzen und Dreckige, erinnert mich ein wenig an Punk, wobei QUEEN ELEPHANTINE nun wahrlich keinen Punk Rock spielen.

Stattdessen trägt man immer wieder sphärische und ätherische Harmoniebögen vor, die man mitunter als meditativ und orientalisch durchgehen lassen könnte. Insofern lassen sich frühere stilistische Elemente auf „Kala“ wiederfinden, man bleibt sich also treu. Andernorts, vor allem wenn der rufende Gesang zu hören ist, schlagen QUEEN ELEPHANTINE auch mal psychedelische Töne an. Diese kommen meistens zum Vorschein, wenn die 2006 in Hong Kong gegründete Band auf Gesänge und Stimmen zurückgreift. Diese stimmlichen Parts sind sehr unterschiedlich und beinhalten ein Rufen ebenso wie rituelle Flüstereien.

Queen ElephantineEs gelingt ihnen auch mit „Kala“ nicht, mich zu überzeugen. Natürlich enthält das Album interessante Aspekte, Gitarrenklang oder obskure Stimmen, doch auf die Länge bezogen fehlt mir dennoch das gewisse Etwas. Wie schon bei „Omen“ muss ich auch hier Langatmigkeit und Gleichförmigkeit attestieren. QUEEN ELEPHANTINE spielen eine ominöse und eigenwillige Doom-Drone-Mischung, die Dreck und Melancholie ebenso wie auch psychedelisches, rituelles und ätherisches aufweist.

Queen Elephantine – Kala
2016 | Doom / Drone
Digital | Atypeek Music
Vinyl | Cimmerian Shade Recordings
CD | Argonauta Records

1. Quartered
2. Quartz
3. Ox
4. Onyx
5. Deep Blue
6. Throne Of The Void In The Hundred Petal Lotus

Indrayudh Shome: Gitarre
Ian Sims: Schlagzeug
Mat Becker: Bass
Srinivas Reddy: Gitarre
Derek Fukumori: Perkussion
Samer Ghadry: Gitarre, Synthesizer
Nathanael Totushek: Schlagzeug, Perkussion in 2, 4, 6
Nick Disalvo: Mellotron in 1, 2, 3
Michael Scott Isley: Perkussion in 2, 4

https://www.facebook.com/queenelephantine | http://queenelephantine.clfrecords.com/epk.html
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