Seven Impale – Contrapasso

Seven Impale - Contrapasso

Mit dem Opener „Lemma“ weckten SEVEN IMPALE aus dem norwegischen Bergen sofort mein Interesse, verhieß das Lied doch hier ein kraftvolles und zugleich auch schräges, ein absolut grenzenauflösendes Album vor mir zu haben. In „Lemma“ treffen unterschiedlichste Genres und Epochen aufeinander. Die ersten Takte sind sehr markant und fallen wegen des kraftvollen und packenden Riffs auf, welches in seiner Klangcharakteristik an den Alternative Rock der frühen 1990iger Jahre erinnert. Nur wenig später verflüchtigen sich diese Einflüsse, dafür kleiden elektronische Synthesizerklänge sphärische Facetten aus und später kommt ein launischer und lakonischer Gesang dazu, der stark an wie Wave Musik der 80iger erinnert. Bis jetzt sind aber gerade mal die ersten anderthalb Minuten von „Lemma“ vorbei und es ist schon so viel passiert, und das Lied dauert noch weitere sieben Minuten an.

SEVEN IMPALE bedienen sich überall, greifen dort zu, wo sie es für richtig und passend halten. Dabei führen sie den Hörer auch schon mal etwas in Irre. Immerhin beginnt „Contrapasso“ mit „Lemma“ recht rockig und experimentell, lediglich ein kurzes und sehr wildes Saxophon-Soli deutet in Richtung Jazz. Jazzig wird es ab „Heresy“ und dann lassen die Norweger auch nicht mehr locker. Fortan zünden SEVEN IMPALE ein Feuerwerk aus Progressive Rock und Jazz Rock ab. Auf „Contrapasso“ kann es leise, harmonisch und melodisch zugehen, ebenso verstehen sich die Norweger auch in lauten, energetischen und antreibenden Arrangements.

Seven Impale (Band)Ich war bisher nie ein großer Hörer des Prog Rocks, weshalb ich SEVEN IMPALE und ihr zweites Album auch nur schlecht in den historischen Kontext einordnen kann. Deshalb unterlasse ich es auch einfach irgendwelche Bands zu nennen, die man als Vergleich zurate ziehen könnte. Wozu auch? SEVEN IMPALE sind gut genug um gehört zu werden.

Mir gefallen der moderne Klangcharakter und die Verbindung von Jazz Rock mit dezenten elektronischen Klangkörpern und den progressiven Elementen sehr gut. SEVEN IMPALE sind zeitgemäß und retrospektiv zugleich. Für mein Empfinden ist „Contrapasso“ ein toll arrangiertes und ausgewogenes Album das viel Spaß macht.

Seven Impale – Contrapasso
16.09.2016 | Progressive Rock / Jazz Rock
CD / Digital | Karisma Records

1. Lemma
2. Heresy
3. Inertia
4. Langour
5. Ascension
6. Convulsion
7. Helix
8. Serpentstone
9. Phoenix

Fredrik Mekki Widerøe – Schlagzeug
Erlend Vottvik Olsen – Gitarre
Stian Økland – Gesang, Gitarre
Tormod Fosso – Bass
Benjamin Mekki Widerøe – Saxophon
Håkon Vinje – Orgel, Synthesizer

https://www.facebook.com/sevenimpale | https://sevenimpale.bandcamp.com/
http://www.karismarecords.no/ | https://www.facebook.com/karismarecords/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.