sleepmakeswaves – Made of Breath Only

sleepmakeswaves - Made of Breath OnlyLocker, luftig, melodisch und sphärisch. So kann man „Made Of Breath Only“ von SLEEPMAKESWAVES aus Australien sehr gut beschreiben und auf den Punkt bringen. Es ist das mittlerweile vierte Album, und es sollte keinen Fan der Band oder des Post Rocks enttäuschen.

Ich habe bei vielen Postrockern oft ein Problem mit deren melodischer Verspieltheit. Natürlich sind Gitarren und Melodik ein elementares Element des Genres, aber man sollte ein gesundes Maß finden. Für meine Ohren scheitern viele Bands genau daran.
SLEEPMAKESWAVES machten sich auf, um ein ausgewogenes Verhältnis von Melodik, Dynamik und Härte zu finden. Dies ist ihnen auch weitgehend gelungen, was sich sehr gut am lebhaften und energischen Schlagzeug als auch an der schön präsenten Bassgitarre ablesen lässt.

Hin und wieder gibt es sehr energische und laute Parts, die nur so vor Kraft strotzen, was mir persönlich sehr gut gefällt. In „Tundra“ erinnert mich der energiegeladene Post Rock, der hier schon leicht ins Post-Metallische geht, an KERRETTAS Überalbum „Pirohia“.
Dennoch stehen melodisches Gitarrenspiel und sphärische Effekte im Mittelpunkt des Geschehens. Auf „Made Of Breath Only“ gewinnt letztlich immer das harmonische und melodische Moment die Oberhand. Auf die Dauer ist mir die Platte zu soft, da fehlt mir die post-metallische Härte und Tiefe, wie ich sie bei „Pirohia“ liebe. Trotzdem gibt es immer wieder kraftvolle Keimzellen, die Kontrast und Abwechslung einbringen. Ausschließlich sanft und seicht ist das Album also nicht. Insofern machen SLEEPMAKESWAVES einiges besser, als viele andere Gruppen.

sleepmakeswavesInsgesamt betrachtet ist „Made Of Breath Only“ also ein überaus solides Genrealbum, welches ausgesprochen gut arrangiert wurde und mit viel Dynamik punktet. SLEEPMAKESWAVES zählen zweifelsohne zu den Genregrößen, was sie hiermit unter Beweis stellen.

sleepmakeswaves – Made Of Breath Only
2017 | Post Rock, Instrumental
Vinyl, CD, Digital | Pelagic Records

1. Our Days Were Polar
2. Worlds Away
3. To Light And / Then Return
4. Tundra
5. The Edge Of Everything
6. Made Of Breath Only
7. Into The Arms Of Ghosts
8. Midnight Sun
9. Glacial
10. Hailstones

Tim Adderly – Drums
Daniel Oreskovic – Gitarren
Otto Wicks-Green – Gitarren, Stimme
Alex Wilson – Bass, Keyboards, Programmierung

http://www.sleepmakeswaves.com/ | https://www.facebook.com/sleepmakeswaves
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