Swaying Wires – I Left A House Burning

Swaying Wires - I Left A House BurningFreunde des verträumten Indie Pops sollten aufpassen, denn aus dem Südwesten Finnlands kommen SWAYING WIRES, eine noch junge Band, die sich um Sängerin und Gitarristin Tina Kärkinen formierte. Rund zwei Jahre nach dem Debütalbum „Some Blue Sky“ wird in wenigen Tagen der Nachfolger „I Left A House Burning“ erscheinen.

SWAYING WIRES spielen eine überaus entschleunigende Musik, die vor allem auf den glasklaren Gesang Kärkinens sowie melodischer Akustikgitarren fußt. Die zehn Songs laden zum Verweilen und Träumen ein. Tina Kärkinen hat eine tolle, vereinnahmende Stimme mit breitem Spektrum. In tieferen Lagen klingt sie etwas angeraut, während sie in den hohen Tönen elfenhaft und zerbrechlich klingt, was mich immer wieder an Claudine von MONOPHONA erinnert. Andernorts musste ich an Charlotte von ME AND MY DRUMMER denken. Während die genannten Bands jedoch auch auf elektronische Klänge setzen, belassen es SWAYING WIRES bei den händisch gespielten Instrumenten.

Mittig im Album platziert wurde „Dreams“, welches am Anfang verdammt viel Ähnlichkeit mit „Stand By Me“ von Ben E. King hat. Diese bekannte und eingängige Basslinie in der Einheit mit Kärkinens markanter Gesangsstimme ergeben eine wunderbare Stimmungslage. „I Left A House Burning“ ist ohnehin ein beeindruckendes Album mit einer besänftigenden Anmut, der ein dezenter und mystischer Hang zur verträumten Melancholie innewohnt.

SWAYING WIRES haben ein schönes Album verträumten Pops mit starkem Bezug zum Folk geschaffen, welches kurz vor Ende mit „Ways To Remember“ eine überraschende Wendung nimmt. Bis hierhin waren es vor allem die Akkorde der Gitarren, die für Melodik und Atmosphäre sorgten. Doch in „Ways To Remember“ ersetzt ein Piano die Saiten, was für eine neue klangliche und emotionale Tiefe sorgt.

Ich bin nun wahrlich kein Experte in Sachen Indie Pop, doch die SWAYING WIRES haben etwas verdammt Liebenswertes. Das Album ist hochgradig gefühlvoll, die ruhigen und tragenden Arrangements harmonieren hervorragend mit dem großartigen Gesang von Tina Kärkinen. Mich hat zwar nicht jedes Lied umgehauen, doch drei, vier Lieder mit Hitpotential sind definitiv vorhanden und der Rest, der dennoch gut und ansprechend ist, wird mit jedem Durchlauf besser. Wie gesagt, es ist Musik zum Verweilen.

Swaying Wires – I Left A House Burning
15. Januar 2016 | Indie Pop
Vinyl / CD / Digital | Battle Worldwide Recordings

1. Dead Bird
2. Nowhere
3. Tuesday’s Bells
4. Surrender
5. Dreams
6. Suddenly
7. Fear
8. Hope
9. Ways To Remember
10. New Year

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