Ufomammut – 8

Ufomammut - 8Sie sind wieder da. Zum achten Mal bringt das italienische Trio UFOMAMMUT ein Album heraus und niemand dürfte enttäuscht werden. Es gab mal eine Zeit in der ich UFOMAMMUT überhaupt nicht mehr hören konnte. Das war als „Eve“ erschien. Ich hatte mit dem Album arge Probleme. „Eve“ hatte mir UFOAMMUT kaputt gemacht, unsere intime und innige Beziehung ging abrupt in die Brüche. Ich litt darunter fürchterlich und langanhaltend. Nur allmählich, nach und nach mit Babyschritten gelang es mir UFOMAMMUT zu verzeihen.

Ich glaube, dieser Prozess hielt bis jetzt an. Zwar waren die beiden „Oro“-Alben und „Ecate“ wichtige Versöhnungs- und Annäherungsversuche, doch erst jetzt mit „8“ lodert wieder aufrichtige Zuneigung in mir. Die Vorgänger von „8“ waren natürlich auch nicht schlecht, doch erst „8“ zündete wieder auf Anhieb, infizierte mich. Sachliche, auf Rationalität fußende Gründe gibt es dafür nicht, wie das eben so ist, wenn man verletzt wurde. „Ecate“ und die beiden „Oro“-Scheiben waren jedenfalls für sich genommen auch gut. Doch was macht denn „8“ für mich so besonders?

Das Album machte auf mich von Anfang an einen absolut stimmigen Eindruck, ich konnte mich sofort in der Musik wiederfinden, weil ich all das erkannte, was ich schon auf den ersten Alben mochte. UFOMAMMUT verbinden auf ihre ureigenste Art und Weise schweren, schwungvollen und düsteren Doom mit Härte und vielen psychedelischen Klangmalereien, also Synthesizern und den unverkennbaren Gesängen. Im Vergleich zu den direkten Vorgängern empfinde ich „8“ etwas härter und fokussierter auf Gitarren und Schlagzeug. Die sphärischen und atmosphärischen Arrangements nehmen nicht mehr ganz so viel Raum ein, dafür gibt es mehr rhythmische Variation, wodurch die Musik härter und dynamischer, bisweilen auch schön angeraut wirkt.

UfomammutIm Grunde ist das alles nicht wirklich neu. „8“ ist ein Album im typischen UFOMAMMUT-Sound. Im Detail gibt es unter der Haube aber trotzdem kleinere Veränderungen, die wirklich gut tun. Man muss sich nur mal das Video unten zu „Warsheep“ ansehen und vor allem anhören, um zu verstehen was ich meine.

Wer ohnehin seit langem Fan der Italiener ist, wird sich „8“ sowieso kaufen. Zweifler, die wie ich in der Vergangenheit mit UFOMAMMUT haderten, sollten „8“ aber unbedingt eine Chance geben. Mich haben sie damit jedenfalls bekommen, und vielleicht schmecken mir jetzt auch die anderen Alben wieder besser.

Ufomammut – 8
22.09.17 | Psychedelic Doom
CD, Digital | Neurot Recordings
Vinyl | Supernatural Cat

1. Babel
2. Warsheep
3. Zodiac
4. Fatum
5. Prismaze
6. Core
7. Wombdemonium
8. Psyrcle

Poia – Gitarren, Synthesizer
Urlo – Bass, Gesang, Effekte, Synthesizer
Vita – Schlagzeug

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