Mhönos – LXXXVII

Mhönos - LXXXVIIObskur, rüde, primitiv und harsch. In etwa so lässt sich das neue Album von MHÖNOS aus Frankreich beschreiben. Die Band besteht seit 2011 und spielt fanatischen Ritual Drone Doom der ganz finsteren, tiefdröhnenden Sorte.

Die Zutaten sind denkbar einfach. Die sehr langsam gespielten Instrumente wabern weitgehend zutiefst monoton durch dunkle, nebelgeflutete Katakomben, während ein stark verzerrter und heiserer Kreischgesang harsch und bedrohlich den Raum erfüllt. MHÖNOS verzichteten nahezu gänzlich auf Harmonien und traditionelle Strukturen. Es gibt zwar auch leise Parts, insbesondere lange Einleitungen, allerdings sind diese nicht weniger bizarr als der eigentliche Drone Doom.

In gewisser Weise experimentieren MHÖNOS mit dunklen und eigenwilligen Klängen, die stets etwas sehr Bizarres und Verstörendes in sich tragen. „LXXXVII“ ist dunkelster Drone Doom zwischen Lärm und Wahnsinn. Die Musik für sich alleine ist bereits beklemmend und finster, doch durch das exzessive Schreien entwickeln die klanggewordenen Riten eine besonders intensive düstere Atmosphäre.

MhönosWer auf geheimnisvollen, sonderbaren und minimalistischen Drone Doom steht, ist hiermit gut beraten. Zumal „LXXXVII“ in einer Auflage von 100 Kassetten erschienen ist.

Mhönos – LXXXVII
2018 | Drone Doom
Kassette | Zanjeer Zani Productions

1. I
2. II
3. III
4. IV

http://www.mhonos.fr/ | https://www.facebook.com/Mh%C3%B6nos-153003594761766/
http://www.zanjeerzaniproductions.com/

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