NI – dedoda

NI - dedodaWas dabei herauskommt, wenn man drei Gitarristen und einen Schlagzeuger zusammenwirft, kann man hier hören und fühlen. Das österreichische Quartett NI (nicht zu verwechseln mit den französischen Namensvettern) präsentiert sein drittes Album „dedoda“, auf dem es fröhlich, verrückt und abstrakt zu geht.

Das experimentierfreudige Quartett vermischt komplexe und technische Arrangements, die sich irgendwo zwischen Math Rock und Free Jazz ansiedeln lassen, mit Noise und auf Silben reduzierten A-cappella-Gesang. Es wechseln sich harmonische und melodische Passagen mit lauten und komplizierten Ausbrüchen ab. „dedoda“ ist mal behutsam, mal brutal – aber immer positiv gestimmt.

Eben diese positive Gesamtausstrahlung des Albums ist es letztlich auch, die mich fasziniert. NI ist es gelungen positiv zu sein und zu wirken, ohne dass es mir unangenehm aufstößt oder drüber wäre. Die Kompositionen scheinen, so wirken sie jedenfalls auf mich, von einer klaren und reinen guten Laune beseelt zu sein, wie man sie heutzutage eigentlich nur bei Kindern antrifft. Dieses angenehme Kindliche hat einen ganz besonderen und eigenen Reiz, den man auf „dedoda“ überall hören und spüren kann.

NI (Band)NI sind ohnehin ein Gesamtkunstwerk, die mit jedem neuen Album ein neues, konzeptionelles Outfit kreieren. Das alles macht „dedoda“ zu einem interessanten und empfehlenswerten Album für all jene, die sich für etwas andere und sonderbare Musik interessieren.

NI – dedoda
2017 | Avant Noise Math Jazz Rock
Vinyl, Digital | Zach Records, Red Wig

1. Öl
2. Jona
3. Depate
4. Welo
5. Weost
6. Docht
7. Dedoda

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